Im Triangel dreier Römerstraßen – das “Dampflgütl”

Wie wenig die sogenannten Ochsenstraße mit einem kastrierten männlichen Rind zu tun hat, wird deutlich, wenn man man nicht die heutige Aussprache zum Maß aller Dinge macht, sondern das Wort einer diachronen Sprachbetrachtung unterzieht. So wird indogermanisch /au/ wie in “Augustus” im Altsächsischen zu /ō/; und das /g/ wird im Germanischen zum /k/. Überträgt man diesen Befund auf die “Ochsenstraße”, so wird schnell deutlich, daß es sich um eine “Augustenstraße”, also um eine kaiserliche Straße handelt. Sie lief von Eining über Langquaid, Schierling, Rogging und Sünching nach Straubing und kürzte das Donauknie ab. Mit dieser Trasse ist gleichsam die nördliche Grenze des gedachten Dreiecks gezogen.
Die Straße von Regensburg nach Mainburg führt über Dünzling nach Hellring. Den Ort im Osten umgehend läuft die Trasse weiter nach Langquaid und dann in gerader Richtung durch den Sinsbucher Forst. Nachdem die Sraße den Wald verlassen hat, heißt sie bis Rohr “Hochstraß”.

(Fortsetzung folgt!)

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